Wenn nun der Frühling hoffentlich bald beginnt (beim Schreiben sah ich Schnee), kommt auch sicherlich wieder das Thema Schnecken auf. Deswegen möchte ich einmal einen kleinen Überblick zum Thema geben.

Nacktschnecke
Nacktschnecke

Schnecken, die es im Garten gibt

Am bekanntesten ist sicherlich die Unterscheidung zwischen Nacktschnecken und „Hausschnecken“, also den Weinbergschnecken, Bänderschnecken und anderen. Als Gärtner erlebt man Nacktschnecken sicherlich wesentlich negativer als welche mit Haus. Das liegt daran, dass Nacktschnecken wesentlich größere Schäden verursachen. Hier tritt besonders die Spanische Wegschnecke hervor. Sie wurde in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts bei uns eingeschleppt. Durch sie wurde die bis dahin Schäden verursachende Rote Wegschnecke stark zurück gedrängt, so dass sie teilweise schon auf der roten Liste steht (siehe Wikipedia). Weitere für den Garten problematische Schnecken sind die Gartenwegschnecke (Arion hortensis) und die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum). Ich persönlich habe die Gartenwegschnecke  schon als sehr problematisch erlebt, als ich einmal versuchte Radieschen anzubauen. Diese kleinen Schnecken fraßen mir ständig Löcher hinein und ich konnte sie nur schlecht aufsammeln, so klein waren sie. Außerdem können sie wohl schon unter der Erde anfangen zu fressen und dort hat man noch weniger Chancen, sie zu hindern.

Noch ein Wort zu den „Hausschnecken“: Sie sind für uns kaum schädlich, da sie sich bevorzugt von verwesenden Pflanzenteilen ernähren. Die geschützte Weinbergschnecke hilft uns sogar, indem sie Eigelege von Nacktschnecken räubert.

Was hilft?

Wie so oft kann man es sich „einfach“ machen und die Chemiekeule schwingen. Es gibt aber viele gute Gründe für simple, günstige Hausmittel, um z.B. die Umwelt, den Geldbeutel und andere Tiere zu schonen. Hausmittel gegen Schnecken gibt es viele. Darauf möchte ich diesmal nicht weiter eingehen, sondern auf frag-mutti.de verweisen. Hier werden einige interessante Vorschläge gemacht. Als Gärtner ist mein grundsätzlicher Tipp, dass man sich Pflanzen aussucht, die bei Schnecken nicht beliebt sind. Außerdem lohnt es sich, Igel und Kröten zu fördern, da diese Tiere auch Nacktschnecken fressen. Eine Ausnahme auf dem Speisezettel bildet da leider ausgerechnet die Spanische Wegschnecke, deren Schleim oft selbst Igel und Kröten abhält. Für größere Wiesen oder Flächen ist es eine Option, Indische Laufenten zu halten. Die helfen wohl sehr gut, auch wenn man auf seine Pflanzen dann ebenfalls etwas aufpassen muss.

Für den kleinen Privatgarten ist außerdem zu überlegen, ob man sich schneckensichere Hochbeete anlegt. Die sind besonders im Alter leichter zu bewirtschaften und können, wie gesagt, schnecken- und maussicher angelegt werden.

Was sind Eure Erfahrungen?

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung von frag-mutti.de geschrieben

Schnecken im Garten
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2 Gedanken zu „Schnecken im Garten

  • 15. April 2013 um 15:19
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    Warum sollen Hochbeete Schnecken- und Maussicher sein?
    Ich dachte bisher, diese Tierchen würden sich nicht davon abhalten lassen. Danke für kurze Aufklärung.

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    • 16. April 2013 um 19:47
      Permalink

      Man muss ein Hochbeet schon so bauen, dass es schneckensicher ist. Da gibt es ganz verschiedene Ansätze. Entweder einen nicht überkriechbaren Rand oder ringsrum ein Kupferblech sind die mir am geläufigsten Varianten.

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